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Der deutsche Sommer ist doch die schönste Woche im Jahr! Unsere Autorin wünscht sich nur eines: Ein bisschen mehr Kontinuität!

Das amerikanische Wettermodell simuliert vom 13. bis 16. August den zaghaften Aufbau eines Hochdrucksystems von den Azoren über die Mittelmeerregion bis über Mitteleuropa, während zur gleichen Zeit die Tiefdruckrinne von Neufundland über Island bis nach Skandinavien verläuft. Deutschland liegt somit zwischen den Gradienten der Wettersysteme, was Sommerwetter über dem Süden und Atlantikwetter über dem Norden bringen kann....

Hä ... und was sagt uns das? Nichts. Ich finde diesen Sommer gelinde gesagt mal wieder absolut unzuverlässig. Natürlich müssen wir nicht bei 30 Grad schwitzen und es gibt auch sonnige Momente jajaja... Mir geht das Ganze trotzdem gehörig auf den Zeiger.

  1. Jede, aber auch jede unserer Grillpartys und Familienfeiern war immer mit mehreren Fragezeichen versehen: Bauen wir draußen unsere Stühle und Tische auf? Wird das Partyzelt den Sturm aushalten und der Grill voll Wasser laufen? Mann Leute, ich weiß nicht, wieviele Nerven mich das schon gekostet hat. Es hält einen nicht richtig vom Grillen und Feiern ab (wir müssen den "Sommer" ja nutzen!), aber entspannt geht anders...
  2. Ich bin auch täglich im Garten am Werkeln, ich walke und fahre Rad. Vor jeder Aktivität muss man aber meistens schon gut einschätzen, ob da nicht vielleicht so ein Riesenschauer überraschend vom Himmel fällt. Ist mir schon zigmal passiert. Ja, trotz Regenradar Wetter-App.
  3.  Sowie ich das Polster auf die Liege lege, ist die Sonne weg und ein kühler Wind weht. Gehe ich ins Haus, scheint die Sonne wieder und das Spiel wiederholt sich. Machen die da oben das mit Absicht!?
  4. Was ich gerne mal hätte, wäre so ein schöner blauer Sommerhimmel und das gerne konstant zwei Wochen. Abende ohne Jacke und Freiluftveranstaltungen ohne Angst vor Regen. Das Gefühl, der Sommer ist morgen wieder genau so schön und endlos lang. Geht aber nicht, wohnen ja in Deutschland.
  5. Zwiebellook, der ist hier inzwischen ganzjährig angesagt. An einem Tag an dem die Temperaturen zwischen 16 und 25 Grad schwanken können, inklusive Gewitter, strahlendem Sonnenschein und orkanartigen Böen – was zur Hölle zieht man da an? Ich verlasse nur noch mit Rucksack das Haus – voller kurzer Hosen, Strickpullover, Regencapes und selbstgestrickter Socken.

'Das Wetter stellt eigene Spielregeln auf und mogelt sich durch', so die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Wir haben jetzt Mitte August, die Abende werden schon wieder kürzer. Fühlt sich an wie ein Wettlauf gegen die Zeit.

Ich habe dem Sommer jetzt eine Freundschaftsanfrage geschickt. Hoffe, er nimmt sie noch rechtzeitig an.