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Ups, das war wieder mal peinlich. An manchen Tagen, da fühlen wir uns wie Bridget Jones als einzige Verkleidete auf einer Party und können das nie wieder vergessen. Aber geteiltes Leid ist ja bekanntlich halbes Leid, weshalb wir diese Geschichten gesammelt haben. In diesem Sinne: Let´s go! Allerdings nicht, ohne vor dem Fremdschämfaktor zu warnen...

Zu meinem Abiball hatte ich mir ein ganz besonderes Kleid im Laden gekauft. Superstolz in Größe 36. Ich passte perfekt rein und das Kleid war wie für mich gemacht. Eine Woche später war dann der Abiball. Am Abend lief auch noch alles optimal, alle wollten Fotos mit mir machen, weil ich so gut aussah. Ich hatte aber nicht bedacht, dass es ein sehr üppiges Buffet gab und ich einen riesigen Hunger hatte. Ich konnte nicht anders und hab ordentlich reingehauen. Dreißig Minuten und ein paar Teller später merkte ich nur, dass ich keine Luft mehr kriegte. Mein Kleid war zu eng! Letztendlich rannte ich mit meiner Schwester zur Mädchentoilette, wo sie den Reißverschluss aufriss und ich hastig nach Luft schnappte. Das Blöde war, der Reißverschluss ging nicht wieder zu. Den ganzen Abend hab ich nicht mehr die Hände gehoben. Und als alle sich auf die Tanzfläche begaben, war ich blitzschnell auf dem Nachhauseweg!

Miriam H. 32

Ich arbeite in einem großen Konzern. Letztens hab ich bei der IT angerufen, weil mein Computer nicht mehr reagierte. Der Mann am anderen Ende der Leitung fragte: „Alle Kabel drin?“ Ich musste feststellen: Nö.

Stephanie T. 39

Ich trinke selten Alkohol und je nach Gesamtverfassung kann bei mir schon ein Glas Wein ordentlich was anrichten, zum Beispiel eine schwere Zunge. Nicht schlimm, daheim auf dem Sofa. Bei Geschäftsterminen hingegen ...

Carola M. 36

Ich hab mich mal bei einem Geschäftsessen mit externen Kunden so sehr an einem Ruccola-Blatt verschluckt, dass ich die Tafel verlassen musste – um dann mit roten, verquollenen Augen wieder zurückzukommen. Danach war die Stimmung irgendwie bekümmert.

Lisa F. 41

Meine Kollegin hat eine Gehbehinderung, mit Behindertenausweis und allem Pipapo. Als sie einmal erzählte, wie sehr sie das nervte, wollte ich ihr die Schwere nehmen und eigentlich sagen, dass doch jeder irgendeine Behinderung hat. Ich sagte aber: „Deine sieht man, meine nicht.“ Kann man so oder so verstehen.

Britta S. 35

Wenn meine jungen Nachbarn mal wieder Besuch von ihren jungen Freunden haben und den ganzen Abend und die halbe Nacht unsere Wohnung mit Gelaber und Gelächter beschallen und dann irgendwann durchs Treppenhaus lärmen – schreie ich hinterher. Ich stehe im Treppenhaus und schreie: Geht’s noch lauter?! Wir wohnen hier!! Es ist zwei Uhr!!! Einen kurzen Moment sind sie leise. Dann lachen sie und toben weiter. Ich fühle mich dann sehr, sehr alt und müde und schäme mich für mich selbst.

Lea P. 44

Ich hab mir am späten Nachmittag eine richtig leckere Mahlzeit gegönnt, mit der Entschlossenheit, danach noch ins Fitnessstudio zu gehen. Das Studio hatte nicht mehr lange auf, also musste ich mich beeilen. Ich ging direkt nach dem Essen los. Fünf Minuten auf dem Cross-Trainer und mir wurde übel. War doch etwas zu früh nach dem Essen. Nach zehn Minuten Training verabschiedete ich mich wieder von der Frau am Empfang. Was die wohl von mir dachte...

Pia T. 29

Beim Einkaufen höre ich eigentlich immer Musik. Deshalb bin ich meist in Gedanken und lasse gerne auch mal meinen Einkaufswagen stehen. Orientierungslos wie ich bin, hab ich mich einmal im Gang vertan, schaute kurz auf einen Wagen und sah ein paar „meiner“ Einkäufe. Ich ging weiter und machte ganz entspannt meinen Einkauf, ohne zu wissen, dass ich den falschen Einkaufswagen hatte. Als eine Dame, die mich anscheinend bereits mehrmals gerufen hatte, meinen Wagen festhielt und sagte, der gehöre ihr, schaute ich nochmal genau hin. Auweia - nie wieder Musikhören beim Einkaufen.

Laura M. 27