Kategorie
Quelle: Getty Images
Wir geben Hunderte von Euro für Anti-Aging-Cremes aus. Und trotzdem schminken wir uns oft älter als wir sind. Matthias Klemenz verrät, wie wir Pro-Aging vermeiden

 

1. Viel hilft nicht viel

Es gibt eine einfache Regel: Wer sich stark schminkt, wirkt älter. Das gilt für die 14-Jährige genauso wie die 41-Jährige. Wer aber mit 41 immer noch das gleiche Make-up trägt wie mit 14, der kommt zwar in die Disco ohne seinen Perso vorzeigen zu müssen, wird aber trotzdem nicht mehr auf 18 geschätzt. Jenseits der 29 zählt nämlich: Weniger ist mehr.

 

2. Nicht zu dick auftragen

Manche denken sich: Das Mehr an Falten könne man mit einem Mehr an Foundation ganz leicht überschminken. Nur sieht die Realität anders aus. Mehr Foundation lässt das Gesicht maskenhaft erscheinen. Außerdem setzt sich die überschüssige Farbe in Fältchen und Poren ab und betont diese noch zusätzlich. Deswegen am besten kein hochdeckendes Make-up benutzen und die Foundation dünn und sparsam auftragen und mit Pinsel, Schwamm oder den Fingerkuppen gut einarbeiten.

 

3. Puderfreie Zonen

Puder ist gut, um Nase und Stirn vom Glanz zu befreien. Unterm Auge sollte man damit aber vorsichtig sein. Selbst bei jungen Dingern setzt es sich schon in den kleinen Fältchen ab. Stärkere Mimikfalten unterstreicht es umso doller.

 

4. Kurz und gut

Auch wenn wir im Inneren immer Mitte Zwanzig bleiben, unsere Haut und die Haarstruktur verändern sich trotzdem. Deswegen sollten wir auch unsere Frisur und Haarfarbe anpassen, damit es ein harmonisches Bild ergibt. Das heißt konkret: lieber etwas kürzer und heller. Das bedeutet jetzt nicht, dass alle Frauen ab 40 mit einem wasserstoffblonden Pixie durch die Gegend laufen sollen. Nee, nee. Nur, dass zwei bis drei Haartöne heller dem Gesamtbild schmeicheln und ihr euch das mit dem langen Rapunzelhaar vielleicht doch noch mal überlegen solltet.

Matthias Klemenz, 50, ist Barbaras Makeup-Artist. Sie sieht ihn öfter als ihren Mann. Ohne ihn geht nichts. Mit ihm fast alles. Bei Instagram und Facebook könnt ihr hinter die Kulissen schauen.

 

Foto: Benno Kraehahn