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Habt ihr auch Angst vor Spinnen? Saugt ihr sie auf, sobald ihr eine entdeckt habt? Und fragt ihr euch dann hinterher, ob sie bei nächster Gelegenheit wieder aus dem Beutel raus spazieren?

Fünfzig Prozent der Deutschen ekeln sich vor Spinnen. Deswegen bringen sie die Tierchen nicht mit einem Glas vor die Tür, sondern greifen kurzerhand zum Staubsauger, um sie loszuwerden ohne ihnen zu nahe zu kommen. Und wenn sie dann mit einem „flusch“ im Staubsaugerrohr verschwunden sind, holt sie nicht nur das schlechte Gewissen ein, nein, nein, dann geht auch das Kopfkarussel los: Ist die Spinne jetzt tot? Oder lebt sie noch? Kommt sie gleich wieder rausgekrabbelt und setzt sich dann mitten im Schlaf auf unseren Kopf, um es uns heimzuzahlen? Oder legt sie sogar ganz, ganz viele Eier, um uns dann mit ihrer gesamten Meute einzuspinnen und uns zu verspeisen?

Den Angstschweiß könnt ihr euch sparen

Angst ist nicht rational, sie macht uns zu mehr oder weniger verrückten Kreaturen. Bevor ihr euch in eurem Kopf also den nächsten Arachnophobia-Horrorfilm ausmalt, in dem ihr das Opfer seid, hier die Fakten: Je nach Staubsaugermodell werden die Spinnen mit bis zu 140 Stundenkilometern aufgesaugt und durch den Schlauch geschleudert, bevor sie gegen die Rückschlagsicherung knallen, die sich in den meisten Staubsaugern befinden. Das überlebt kaum ein Krabbeltier. Wenn aber doch, dann ersticken die Spinnen im Staubsaugerbeutel an Sauerstoffmangel. Und wer sich jetzt immer noch den Angstschweiß von der Stirn tupfen muss, sobald eine Spinne seinen Weg kreuzt, der sollte einfach in einen neuen Staubsauger investieren. Die haben nämlich am Ende des Schlauchs ein Hygieneventil, sodass nix wieder rauskommt, was einmal reingekommen ist. Noch nicht mal eine klitzekleine Spinne.

Wenn ihr das jetzt gelesen habt, überkommt euch dann auch Mitleid mit den armen Tieren? So schlimm sind sie doch gar nicht, oder? Und wenn man es genau nimmt, dann sind Spinnen sogar ziemlich cool: Sie schützen uns nämlich zuverlässig vor Mücken und Fliegen, Wespen und Motten. Sich ein paar davon als Haustier zu halten, wäre demnach eine ziemlich gute Idee. Also, liebe Spinnen: Auf die Freundschaft!