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Der billigste Weg zum Glück? Mit einer Harke haufenweise Laub zusammenfegen

Zum Glück ist jetzt Herbst. Endlich. Da kann ich mir wieder die Harke schnappen und wie blöd stundenlang Blätter zu einem riesigen Haufen zusammenfegen. Ist die noch ganz bei Trost, fragt ihr euch? Aber sicher!

Es gibt nichts Besseres, als einem Haufen Laub beim Wachsen zuzusehen und dabei das Grün der Wiese wieder frei zu legen. Mit jedem Harkenstrich kehrt man nämlich gleichzeitig seinen Seelen-Mist zusammen. Der Chef war ein Mistkerl? Spätestens nach dem 28. Harkenstrich ist das völlig egal. Mann und Kinder drehen am Rad? Lass sie doch. Hier draußen ist es so angenehm ruhig. Und die Blätter sind so schön bunt. Der Herbstwind hat gerade noch einmal einen Schwall Blätter von den Bäumen gefegt? Macht ja nix! Dann bleibe ich einfach noch ein Stündchen hier und kehre weiter Laub zusammen. Und dann vielleicht noch ein Stündchen, und noch ein Stündchen ...

Mit der Harke ins OMMMMMMMMM

Gartenarbeit macht glücklich. Und Laub zusammenfegen macht noch glücklicher. Weil man dabei die immer gleiche Bewegung ausführt. Das lässt einen nicht nur jeglichen Stress und Ärger vergessen, sondern katapultiert einen in einen geradezu meditativen Zustand. Das ist jetzt übrigens nichts ganz Neues. Schon die alten Japaner nutzten „Samu“, die meditative Gartenarbeit, als eine Übung im Zen-Buddhismus, um den Geist zu reinigen. Und wenn hinterher der Garten auch noch tippitoppi aussieht, kann das ja nun auch nicht schaden.

Wissenschaftler haben übrigens längst nachgewiesen, dass Gartenarbeit gut für uns ist. Sie senkt den Blutdruck und sorgt wie ein natürlicher Stimmungsaufheller für Gelassenheit und gute Laune. Deswegen wird "Gartentherapie" unteranderem auch zur Behandlung von Demenzkranken und bei Depressionen eingesetzt. Dazu ist der eigene Garten besser als jedes Fitnessstudio, weil beim Rechen alle Muskelgruppen in den Armen, im Rücken und im Bauch angesprochen werden. Zudem haben Studien erwiesen, dass Menschen weniger egoistisch und umso netter zu ihren Mitmenschen sind, je mehr Zeit sie in der Natur verbringen. Mit Harken können wir also auch noch die Welt verbessern. 

Also ran an die Harke, fertig, los.